Tristkogel Challenge

MountainbikingBerglaufOrientierung

Sicherheit

Ein Wichtiger Aspekt der Tristkogel Challange

Neben dem sportlichen Aspekt wird bei der Tristkogel Challenge auch großer Wert auf die Sicherheit gelegt. Im alpinen Gelände bestehen immer Gefahren, die sich weder durch Ausrüstung, Planung oder Rettungsdienste zur Gänze ausschalten lassen. Dieser Tatsache müssen sich auch die Teilnehmer bewusst sein und beim Briefing vor dem Bewerb werden den Athleten diese noch einmal ins Bewusstsein gerufen.
Weiters sind die wichtigsten Telefonnummern (Veranstalter, Alpiner Notruf) auf den Routebooks und den Zwickkarten, die von den Teilnehmern mitgeführt werden, abgedruckt. Der Veranstalter ist bestrebt, die Gefahren für Teilnehmer, Mitarbeiter und Zuschauer zu minimieren und bei einem Unfall oder einer Erkrankung für die entsprechende Erstversorgung und einen schonenden und raschen Abtransport zu sorgen.
Alpine Kenntnisse und Trittsicherheit sind Grundvoraussetzungen für alle Teilnehmer der Tristkogel Challenge, da dieses Rennen mit herkömmlichen Berglauf- und Mountainbikerennen nicht vergleichbar ist. Es ist vor allem aufgrund der freien Streckenwahl im „unbekannten“ Terrain jederzeit davon auszugehen, dass ausgesetzte und anspruchsvollen Passagen zu bewältigen sind.

bild sicherheit

Im Konzept der Tristkogel Challenge werden folgende Sicherheitsaspekte berücksichtigt:
Rettungsdienste:
Der alpine Rettungsdienst wird bei der Tristkogel Challenge 2018 von den Bergrettungsortsstellen Kitzbühel und Jochberg übernommen, wobei die Rettungsmannschaften (1 Einsatzleiter und drei Teams zu jeweils zwei Personen) die Positionen entlang der Rad- und der Berglaufstrecke beziehen und dem Rennverlauf angepasst wechseln.
Weiters wird ein Notarzt vor Ort sein, dessen Einsätze über den Einsatzleiter der Bergrettung koordiniert werden.
Abstimmung mit dem Notarzthubschrauber:
Vor der Veranstaltung werden dem Stützpunktleiter des nächstgelegenen Notarzthubschraubers Christophorus 4 des ÖAMTC Unterlagen übergeben und erläutert, aus denen die genaue Lage (Karte bzw. Luftbild, textliche Beschreibung und Koordinatenangaben) der Checkpoints hervorgeht.
Durch diese Maßnahme wird die Positionsangabe bei Verletzungen bzw. Erkrankungen, die den Hubschraubereinsatz erforderlich machen, wesentlich vereinfacht und die Mannschaft verfügt schon vor dem Eintreffen am Einsatzort über wichtige Geländeinformationen.
Streckenwahl:
Beim Erstellen der Route für die Tristkogel Challenge fließen neben den sportlichen Aspekten auch andere Faktoren ein, um die Sicherheit von Teilnehmern, Mitarbeitern und Zuschauern zu maximieren.
Diese sind:
Vorgegebene Reihenfolge der Checkpoints:
Die Kontrollpunkte sind in einer vorgegeben Reihenfolge zu absolvieren. Dadurch kann die Position von abgängigen Teams auf den Bereich zwischen zwei Checkpoints eingegrenzt werden.
Ersatzstrecke:
Sollte die Wettersituation (v.a. Nebel) bzw. die Ankündigung einer Wetterverschlechterung den Laufbewerb oberhalb der Waldgrenze zu gefährlich werden lassen, erfolgt dieser Rennabschnitt in einem tiefer gelegenen, nicht absturzgefährdeten Bereich. Die Karte für die Ersatzstrecke wird ungeachtet der Wetterprognose vorbereitet, sodass kurzfristig auf diese umdisponiert werden kann.
Gelände, Hindernisse:
Es wird darauf acht genommen, dass absturzgefährdete Bereiche so weit als möglich gemieden werden. Ebenso werden Hindernisse wie Zäune oder Gatter (v.a. auf der Bikestrecke) so weit als möglich umgangen bzw. werden diese im Routebook eingetragen.
Erreichbarkeit für Rettungsmannschaften:
Es wird darauf Rücksicht genommen, dass nahezu die gesamte Strecke des Abschnitts „Mountainbike“ mit Rettungsfahrzeugen bzw. dem ATV der Bergrettung erreichbar ist. Da im Berglaufgelände keine Fahrwege vorhanden sind, wird bei der Wahl der Kontrollpunkte darauf geachtet, dass diese von den Einsatzpositionen der Bergrettung über möglichst kurze Gehstrecken erreichbar sind.
Rückzugsmöglichkeit:
Die Positionen der Kontrollpunkte im Abschnitt „Mountainbike“ werden so gewählt, dass diese über PKW-befahrbare Wege erreicht werden können oder dass eine Rückzugsmöglichkeit zu einem schützenden Gebäude (z.B. bei einem Gewitter) in unmittelbarer Nähe vorhanden ist. Die Berglaufcheckpoints werden so gewählt, dass ein geeigneter Unterstand (z.B. Almhütte) von den Mitarbeitern innerhalb von 30min. erreicht werden kann.
Teambewerb:
Die grundsätzliche Überlegung, warum die Tristkogel Challenge seit der ersten Veranstaltung vor 17 Jahren in Zweierteams ausgetragen wird, ist der allgemein gültige Grundsatz, dass man im alpinen Gelände nicht allein unterwegs sein sollte. Da schon ein Kreislaufproblem oder eine Bänderverletzung zu einem ernsthaften Problem werden können, wenn man alleine unterwegs ist, hat bei diesem Rennen jeder Teilnehmer seinen „Body“ dabei, der im Notfall die Erstversorgung übernehmen und den Rettungsdienst alarmieren kann.
Startzeit:
Um der Mittagshitze ein wenig auszuweichen, wird die Tristkogel Challenge seit 2012 um eine früher Stunde früher gestartet. Rechnet man den Zeitgewinn durch den Stadtprolog am Vortag ein, sind die Teilnehmer um ca. eine Stunde früher als bei den bisherigen Veranstaltungen unterwegs.
Pflichtausrüstung:
Unabhängig von der herrschenden und der prognostizierten Wettersituation sind während dem gesamten Bewerb von allen Teilnehmern gewisse Ausrüstungsgegenstände mitzuführen, um die Sicherheit der Athleten zu erhöhen. Das Mitführen dieser Pflichtausrüstung wird vor, während und nach der Veranstaltung kontrolliert. Das Fehlen einer oder mehrerer Gegenstände der Pflichtausrüstung führt gemäß Reglement zur Disqualifikation
Laufend aktuelle Wetterprognosen:
Ein Wetterumschwung (Front oder Wärmegewitter) bring im alpinen Gelände immer Gefahren mit sich. Aus diesem Grund wird laufend Rücksprache mit der Wetterdienststelle Innsbruck gehalten, um die Veranstaltung im Bedarfsfall rechtzeitig abbrechen zu können. Parallel zu diesen Informationen der ZAMG wird Kontakt mit dem NAH C4 gehalten, welcher Informationen vom Wetterradar und seine Erkenntnisse durch den Flugbetrieb weitergibt. So wurde z. B. im Jahr 2010 das Rennen aufgrund der vom NAH in den Zillertaler Alpen gesehenen Unwetter vorzeitig abgebrochen.
Einweisung, Ausrüstung und Koordinierung der Helfer:
Bei der Einteilung der Mitarbeiter wird darauf geachtet, dass vor allem im alpinen Gelände der Berglaufstrecke Personen eingesetzt werden, die über die körperliche Fitness und die nötige alpine Erfahrung verfügen. Es muss gewährleistet sein, dass diese Personen auch bei wechselnden Witterungsbedingungen im jeweiligen Gelände sicher und orientiert unterwegs sind, sich bei einem Rennabbruch schnell in Sicherheit begeben und dabei auch den Teilnehmern, wenn nötig, behilflich sein können. Ebenso wie die Teilnehmer müssen die bei den Kontrollpunkten positionierten Helfer auch eine Mindestausrüstung (Warme Bekleidung, Mobiltelefon, Erste Hilfe-Paket) mit sich führen.
Vor dem Bewerb erfolgt für diese Mitarbeiter ein Briefing, bei welchem sie über generelle Verhaltensregeln, die Vorgehensweise bei einem Rennabbruch (siehe Pkt.6) und den Umgang mit den Funkgeräten unterrichtet werden. Alle Mitarbeiter im freien Gelände sind in Gruppen von mindestens zwei Personen unterwegs und werden mit einem Funkgerät je Helfer-Team ausgestattet. Die Helfer werden über die „Funkzentrale“ der Veranstaltung koordiniert, welche auch das Bindeglied zu Bergrettung, NAH und Leitstelle Tirol darstellt.